Forschungsstelle „Maritime Sicherheit“ eröffnet – momentis war dabei

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bremen – 20.08.2013

Forschungsstelle „Maritime Sicherheit“ eröffnet

Bremen. Die Berechnung von sogenannten Monsterwellen in der Deutschen Bucht ist ein Thema der neuen Forschungsstelle „Maritime Sicherheit“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen. Die Wissenschaftler werten dabei Radaraufnahmen der Satelliten aus, wie die Leiterin der Abteilung, Susanne Lehner, bei der Eröffnung am Dienstag sagte.

Das Modell eines Satelliten in der Forschungsstelle.

Dem DLR zufolge gehen weltweit jede Woche etwa zwei Schiffe wegen schlechten Wetters verloren. Häufig seien extrem hohe Wellen schuld. Mit der neuen Forschungsstelle bündelt das DLR Arbeiten des Instituts für Methodik der Fernerkundung und des Instituts für Raumfahrtsysteme.

Die derzeit neun Wissenschaftler der Abteilung sollen Fragen der Sicherheit von Seewegen, Küsten und Häfen erforschen. Die Berechnung von Eisschollen oder gefährlichen Meeresströmungen kann zum Beispiel dazu beitragen, Schiffsunfälle zu vermeiden. „Mit Satelliten können wir die Meeresoberfläche in Echtzeit beobachten“, sagte die Mathematikerin Lehner. Oftmals würden Daten der Radarsatelliten mit optischen Satellitenaufnahmen kombiniert, um Nutzern wie Behörden und Wirtschaft umfassende Informationen zu liefern. „Da steckt sehr viel Mathematik dahinter“, sagte Lehner, die seit Anfang der 90er Jahre beim DLR arbeitet.

An der Finanzierung der neuen Einrichtung beteiligen sich das Bundeswirtschaftsministerium sowie die Bundesländer Bremen, Bayern, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In Oberpfaffenhofen, Braunschweig und Neustrelitz hat das DLR weitere Forschungsstellen zur Sicherheit auf den Meeren eingerichtet. (dpa)